Monate: Juli 2013

Ein Gedanke über Schmerz, Wirtschaft und Schnipsen

Vor kurzem durfte ich eine Keynote im Rahmen einer internationalen Führungskräfte-Tagung für einen großen deutschen Lebensmittelkonzern halten. Die beiden Tage sollten dazu dienen, die Mannschaft auf ein großes Change-Projekt einzustimmen. Das Projekt hatte natürlich auch einen wohlklingenden Namen, nennen wir es hier mal »TOP« (na ja, Sie wissen selber, wie diese ganzen inspirierenden Veränderungsprogramme so heißen). Um nach dem ausgedehnten Mittagessen etwas Schwung in das Plenum zu bekommen, entschloss ich mich – auf expliziten Wunsch des Auftraggebers und entgegen meiner Gewohnheit – ein kleines Aktiv-Element an den Anfang zu stellen. Die Challenge war einfach, ich hatte sie erst vor kurzem bei einer unserer V&S Wissenskonferenzen kennengelernt: Ein Tischtennisball, der auf einer schweren Glasflasche liegt, muss in einen ca. 3 Meter entfernten Eimer geschnipst werden. Möglichst drei Treffer bei drei Versuchen. Die einzige Voraussetzung: der Arm muss ausgestreckt sein und bleiben und es muss mit Anlauf geschnipst werden. Eine klare Laufbewegung, mindestens 5 Schritte, kein Abstoppen, eine flüssige Bewegung. Um die Sache ein wenig attraktiver zu machen, setzte ich noch eine Belohnung aus. Für den Sohn …