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Was lese ich eigentlich grad‘ so

Jetzt muss es mal raus: in Sachen Büchern bin ich ziemlich chaotisch. Irgendwie lese ich immer mindestens vier gleichzeitig. Eines habe ich als gebundenes Exemplar meist bei mir, ein anderes liegt in Barcelona auf dem Nachttisch. Im Flugzeug nehme ich mein Kindle zur Hand und bei längeren Auto- oder Zugfahrten lasse ich mir ein Hörbuch vorlesen. Manchen Büchern widme ich richtig viel Zeit – manchen nur ein bis zwei Stunden. Und es ist längst nicht immer so, dass die letzteren die schlechten sind. Ich lese eher als dass ich wirklich ein Buch durcharbeite. Nur manchmal überkommt es mich und ich klebe so farbige Mini Post-its an die besonders interessanten Stellen oder mache mir ausufernde Notizen. Aber diese Phasen vergehen auch wieder. Eines tue ich aber immer: bevor ich das Buch weglege frage ich mich, ob ich es hätte wirklich lesen sollen und was ich aus der Lektüre gelernt habe. Irgendwas finde ich eigentlich immer. Da ich immer mal wieder die Frage höre, was ich eigentlich gerade so lese, habe ich mir nun vorgenommen, Ihnen in loser Reihenfolge eine Liste der Bücher aufzustellen, die …

Karstadt – leuchtendes Vorbild für Restrukturierung

Juni 2010 – Der Investor Berggruen übernimmt Karstadt für 70 Mio. € und macht die Zusage, in den nächsten drei Jahren weitere 240 Mio. Euro zu investieren. In der Folge hob das Essener Amtsgericht das Insolvenzverfahren auf.40.000 Gläubiger mussten auf rund zwei Mrd. Euro verzichten. Berggruen kündigte an, Karstadt in eine Dachgesellschaft mit drei weiteren Untergesellschaften Sporthäuser, Premiumhäuser und sonstige Warenhäuser zu unterteilen. Kleine Geschäftsbereiche seien leichter zu managen und könnten schneller reagieren. Zwischen dem 1. Oktober 2011 und dem 30. September 2012 erwirtschaftete die dank des Einsatzes geballter Turnaround-Kompetenz nun leicht zu managende und reaktionsschnelle Unternehmensgruppe einen Verlust von 249,6 Millionen Euro. 121 davon entfielen auf Restrukturierungsmaßnahmen, vor allen Dingen Abfindungen für rund 2.000 Mitarbeiter. In den ersten sieben Monaten des folgenden Geschäftsjahres sank der Umsatz um 7,9 %. Alle Waren-, Sport- und Premiumhäuser lagen unter ihren Plänen. Mai 2013 – das Unternehmen teilte mit, bis 2015 eine ›Tarifpause‹ einzulegen, und damit vorübergehend aus der Tarifbindung auszusteigen, mit anderen Worten: seinen Mitarbeitern nicht einmal den Inflationsausgleich zu gönnen. Juni 2014 – Karstadt Sport in Düsseldorf. Nach langem Suchen in den …

Gastkommentar: »Gute Produkte – Gute Exporte. Die wahren Gründe der Deutschen Handelsüberschüsse«

Aktuelle Meldungen in der Wirtschaftspresse greifen die in jüngster Zeit wiederholt geäußerte Kritik an den Handelsüberschüssen Deutschlands auf. Diese würden zu einem Ungleichgewicht führen und andere Länder in die Verschuldung treiben, da der Überschuss des einen das Defizit des anderen sei. Als Grund für die Überschüsse wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie genannt. Diese sei aber aufgrund von Lohndumping entstanden. Ich halte dies für falsch. Ein kritischer Kommentar zur aktuellen Debatte über Deutsche Handelsüberschüsse von Prof. Andreas Syska. An der Hochschule Niederrhein lehrt Syska Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktionswirtschaft. Der Dortmunder Design Thinking Coach Ferdinand Grah führt Syska unter der Rubrik »Lean Freaks« und die Einschtzung teile ich. Kennenlernen durfte ich Syska im Rahmen einer Lean-Konferenz in Stuttgart, dessen Moderator er war und auf der ich einen Vortrag gehalten habe. Schnell war mir klar, dass ich es mit einem leidenschaftlichen Vertreter der Lean-Zunft zu tun hatte, der nicht nur – der Titel könnte zu der Annahme verleiteten – über das Thema schwadroniert, sondern ganz praktisch und pragmatisch sich für die Weiterentwicklung einsetzt. Zudem kommen gleichsam unterhaltsame wie …