Arbeit, Führung
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Alle für einen und ein Gehalt für alle.

»Das ist ungerecht, einfach ungerecht!« Ich sitze in der Berliner S-Bahn, es ist Rush Hour. Der Mann neben mir beschwert sich lautstark am Handy bei einem mir unbekannten Gesprächsteilnehmer. Er ist wütend, echauffiert sich. Den Krawattenknoten hat er gelockert, er fährt sich durch die Haare, das Gesicht leicht gerötet.

»Jetzt habe ich drei Monate an dem Entwurf gearbeitet, Überstunden ohne Ende – und was ist der Dank? Der Müller, von dem fast keine Ideen selbst stammen, der mich ständig um Rat gefragt hat, heimst am Ende die Laudatio ein!« Er redet sich in Rage. »Und das Beste ist: er bekommt auch noch einen satten Bonus dafür.«

Ich weiß genau, wie der junge Mann diesen Mittwoch und vielleicht die ganze Arbeitswoche beendet. Frustriert, enttäuscht, weil er sich ungerecht behandelt fühlt. Die Folge? Er wird voller negativer Gefühle am nächsten Morgen in die Bahn steigen – plötzlich fehlt ihm Motivation und die Identifikation mit dem Unternehmen.

Aber dieses Unternehmen, das in Arbeitskräfte investiert, macht es doch völlig richtig: Es belohnt einen Mitarbeiter, der gute Leistung abliefert. Oder etwa nicht?

Auf gar keinen Fall. Wrong Turn!

Individuelle Leistung in einer Organisation existiert nicht. Fleiß sicherlich. Engagement auch. Aber Wertschöpfung, also gute Ergebnisse werden immer nur im Team erzielt. Durch Zusammenarbeit. Erst dazu sind Organisationen ja geschaffen worden. Einzelne systematisch hervorzuheben ist gefährlich. Für die Leistungsfähigkeit des Ganzen und die Zufriedenheit des Einzelnen. Teamerfolg lässt sich nicht an einzelnen Personen festmachen. Jeder bringt individuelle Fähigkeiten ein und die Rollen innerhalb eines Teams sind unterschiedlich. Wer käme auch schon auf die Idee, dem Torwart einer Fußballmannschaft vorzuwerfen, er hätte nicht genügend Torschüsse abgegeben. Niemand hat eine höhere Wertigkeit, eine besondere Position. Das zur Verfügung stehende Potential an Kenntnissen, Fertigkeiten und Eigenschaften bildet ein produktives Ganzes. Und davon profitiert das Unternehmen. Dementsprechend sollte auch die Entlohnung funktionieren – fair und gleich verteilt.

Gernot_PGut, dass es bereits Unternehmen gibt, die dieses Prinzip verstanden haben. Wichtiger noch: die es umsetzen und leben. Die cpp Studios Event GmbH, Agentur für Veranstaltungstechnik, setzt auf Teamerfolg in einer ganz besonderen Form. Inhaber und Geschäftsführer Gernot Pflüger – übrigens ebenfalls Sachbuchautor (»Erfolgreich ohne Chef«) – findet es schwierig, Einzelleistung zu messen. Dabei legt er sehr wohl Wert darauf, analog zum wirtschaftlichen Erfolg zu entlohnen. Sein logischer und zukunftsweisender Ansatz: Bei ›cpp‹ wird niemand aufgrund individueller Leistung bezahlt! Stattdessen macht das Unternehmen am Ende des Jahres Kassensturz – gemeinsam! Jeder entscheidet mit, ob die Gewinne als Boni an alle gleich verteilt oder klug investiert werden.

Die exotisch anmutende Zusatz-Komponente: Jeder Angestellte bekommt das gleiche Gehalt! Aber Achtung: nun bloß keine Einzelbewertung anstellen (»Gleiche Gehälter würden doch bei uns nie funktionieren«). Das Element der gleichen Gehälter funktioniert. Wirtschaftlich erfolgreich. Als Bestandteil eines stimmigen Gesamtsystems bei ›cpp‹.
Fortschrittlich, fair und damit äußerst produktiv: so funktioniert New Work auch!  Wenn sich alle Mitarbeiter gleichwertig fühlen und ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens als gleich bewerten, gehören sie dazu: zu den Happy Working People.


 

Das intrinsifier-Profil von cpp Studios Event GmbH lesen Sie hier »

In acht Teilen stelle ich auf meinem Blog Unternehmen vor, die New Work lieben und erfolgreich praktizieren. Das von mir mitinitiierte Netzwerk intrinsfy.me hat Profile dieser und weiterer Unternehmen angelegt und Mitarbeiter sowie Intrinsifier portraitiert.

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