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Neues Jahr, neues Glück – warum Appelle für die Tonne sind

Der Jahreswechsel ist für uns alle etwas Besonderes. Zwar kann nicht jeder der Silvester-Nacht etwas abgewinnen (so wie ich), aber für fast alle hat der Auftakt zu 12 neuen Monaten etwas Positives. Es scheint, als wenn alle ab dem 11. Januar (manche schon ein paar Tage früher) wieder bei »Los« starten. Die Karten sind neu gemischt und die Hoffnung auf Erfüllung der eigenen guten Vorsätze und fremdgesteckten Vorgaben wieder groß. Neues Jahr, neues Glück. Oder doch nicht? Sie werden sich doch sicher auch etwas vorgenommen haben, oder? Macht doch jeder. Ein liebgewonnenes Ritual. ›Rauchen abgewöhnen, mehr Sport, gesünder essen…‹ Und klappt’s auch? Manchmal schon. Meistens nicht! Und obwohl fast jeder diese Erfahrung aus seinem Privatleben kennt, wird trotzdem auch im beruflichen Umfeld jetzt wieder hemmungslos ›Uns-Vorgenommen‹. Am besten gleich für die ganze Organisation. Das heißt dann natürlich anders: Ziele. Oder Strategien. Manchmal auch Pläne. Konkret dann: ›Unnötige Meetings abschaffen, mehr Innovationen, bessere Kommunikation…‹ oder ähnliches. Und klappt’s auch? Manchmal schon. Meistens nicht! Motivationsgurus und Wirtschaftszeitungen empfehlen sie uns immer wieder: die Mental-Strategien gegen den eigenen inneren …

Werte: Die Forderung nach cholerischen Chefs ist ähnlich substantiell wie die Forderung nach mehr Vertrauen.

Werte im Unternehmen:
Dressur at its best

Die Geschichte eines befreundeten Vertrieblers geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Er ist stellvertretender Vertriebsleiter eines halbe Milliarde Euro Umsatz starken Unternehmens, genießt das Vertrauen der Geschäftsführung und darf im Namen des Unternehmens wichtige Verhandlungen führen. Er fliegt nach Venezuela, um mit einem wichtigen Kunden den Kauf einer großen Anlage zu verhandeln. Da sitzt er eine Woche lang in Meetings, kämpft wie ein Löwe um den Deal, handelt Details aus, sucht nach technischen und kommerziellen Lösungen für die unerwarteten Wünsche des Kunden, bleibt hart in der Preisverhandlung und läuft schließlich mit einer Unterschrift aus dem Büro – Kaufvertrag über einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Yeah! Erschöpft fliegt er mit Umsteigen in New York nach Hause und wird dort zuerst gefeiert … und dann von der Reisekostenstelle darauf angesprochen, warum er ein Taxi vom Flughafen La Guardia zum Flughafen JFK genommen hat, anstatt öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, wie es nunmal in der Reisekostenrichtlinie steht. Also da muss er emotional schon sehr gefestigt sein, um darauf nicht mit Zynismus zu reagieren. Und es kommt noch besser: Drei …