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Dienst nach Vorschrift – Drohung in drei Wörtern

Im Projektgeschäft höre ich ihn laufend, diesen Ausruf des Flehens und Hoffens: »Wenn doch nur jeder seinen Job machen würde!« Heißt implizit: Wenn jeder die ihm aufgetragene Arbeit planmäßig und gemäß aller Vorschriften durchführen würde, stünde das Unternehmen prima da. Ich ergänze dann immer: »Nein, dann wären Sie schon pleite.« Weil die Problemlösung im 21. Jahrhundert nicht mehr so funktioniert, dass jeder nach Vorschrift seinen Job erfüllt. Dann mache ich jetzt eben Dienst nach Vorschrift! Das mag im Industriezeitalter oder in durch und durch tayloristisch organisierten Unternehmen noch funktioniert haben, darüber habe ich hier schon desöfterern geschrieben. Dort konnten Sie sehr geradlinig vorschreiben, was ein Job beinhaltet, wie er aussieht, wie er auszuführen ist. In der Folge wurde die Qualität des gefertigten Produkts gut. Wir nennen das auch gerne »Wertschöpfung der Norm«. Auf den Punkt bringen könnte ich diese Herangehensweise mit drei markanten Wörtern: Dienst nach Vorschrift. Denn nichts anderes mussten die Vasallen des Industriezeitalters beherrschen. Dienst nach Vorschrift lieferte gute Ergebnisse, war planbar, fungierte als Qualitätsmerkmal. Sagt Ihnen hingegen heute ein Mitarbeiter: »Na gut, …