Alle Artikel mit dem Schlagwort: interne Referenz

Kikikan: gegen den plötzlichen K.O. im Wettbewerb

Barcelona ist eigentlich eine sehr entspannte Stadt. Aber als ich neulich dorthin zurückkam, war totaler Alarm auf der Straße! Großdemo der Taxifahrer. Streik. Zwölf Stunden lang. Nirgends in der Stadt war ein Taxi zu bekommen. Und trotz modernster Infrastrukturlösungen  sind Taxis in Barcelona ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Der Grund des Streiks kam für mich überraschend: Die Taxifahrer Barcelonas gingen gegen Uber auf die Straße. Das in der Personenbeförderungsbranche völlig neuartige Dienstleistungsunternehmen aus San Francisco macht auch den spanischen Taxifahrern Konkurrenz. Was ich erlebte, war also eine Solidarisierung gegen den Wettbewerb. Und ich dachte: Wie albern ist das denn? Warum es nichts hilft, den Wettbewerb auszuschalten Selbst wenn die Vorwürfe gegen Uber korrekt wären, dass die Uber-Fahrer nämlich nicht so viele Richtlinien erfüllen müssten wie die »normalen« Taxifahrer – letztere hätten die intellektuelle Kraft und auch das Geld, das sie in diese Demo gesteckt haben, besser in neue Ideen investiert, wie sie ihre Kunden behalten, überzeugen, besser bedienen könnten! Denn wenn Sie neuen Wettbewerb nur irgendwie »wegmachen« wollen und nach der Politik rufen, um ihn zu verhindern, dann singen Sie …

Hast Du eine Idee, schreibe keinen Businessplan

Wenn bei der OTTO Group irgendwo eine neue Idee aufkam, hieß es sofort: Mach erstmal einen Businessplan! – Das erzählte mir neulich Hans-Otto Schrader, bis dato Vorstandsvorsitzender der OTTO Group, während eines Vortrags in Hamburg. Schrader fand Businesspläne aber uneffektiv. Ich saß im Publikum und nickte: Denn das finde ich auch. Warum? Nun, vor allem aus zwei Gründen. Den ersten, offensichtlichen, teile ich mit Schrader, den zweiten, tiefer liegenden, finde ich fast noch wichtiger. Als ob die Idee geprüft würde Zum ersten Grund: Eine Idee ist ein frisch geschlüpftes Gedankenküken. Sie muss wachsen und sich bewähren, um groß und stark zu werden. Wachsen kann sie aber nur in einem sozialen Kontext und nur im echten Leben, in der Realität. Ein Businessplan jedoch hat mit der Realität wenig zu tun. Er tut nur so, als exploriere er die Zukunft. Er sieht so schön rational aus. Aber das ist nur eine Scheinrationalität. In Wahrheit ist er nur ein hübsches Gewand. Mit einem ehrbaren Zweck: Er soll dem Geldgeber gefallen und überzeugen. Im Unternehmen ist das meist erstmal …