Alle Artikel mit dem Schlagwort: Korrelation

Ep. 58 Das Methoden Märchen

Die Episode 58 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«: Es war einmal ein Team. Keiner wußte genau, wie es zustande gekommen war, aber plötzlich war es da. Es hatte die Aufgabe, ein wirklich anspruchsvolles Kundenproblem zu lösen. Ein wichtiger Kunde war es. Sie fingen an zu arbeiten und kamen den ersten Lösungsschritten schon näher, merkten aber irgendwann: ›wir müssen uns auch vernünftig organisieren. So einfach funktioniert das nicht.‹ Der Erste schlug vor: ›lass uns doch Magnetchips nehmen, die wir dann irgendwo hinpinnen‹ ﹣ aber es funktionierte nicht richtig. Der nächste sagte: ›vielleicht schaffen wir es irgendwie mit Karten, die wir dann weiterbewegen, je nachdem wie weit wir mit dem Fortschritt der Aufgabe sind‹ ﹣ und es funktioniert schon etwas besser. Und sie arbeiteten weiter und lösten das Kundenproblem. Irgendwann war es gelöst und sie waren sehr glücklich und sehr stolz und bekamen auch die Aufgabe, das nächste Problem in der gleichen Art und Weise zu lösen. Dann tauchte plötzlich ein Berater auf ﹣ oder war es ein Professor, so genau weiß es gar keiner mehr. Und er …

Der intelligente Irrtum

Hohes volkswirtschaftliches Bildungsniveau führt zu prosperierender Wirtschaft! Diese Aussage ist eigentlich kein Zitat. Nein! Das ist eine Glaubensvorstellung, die fest in fast allen Gesellschaften verwurzelt ist. Die gesamte Entwicklungspolitik basiert darauf: Bildungszentren bei SOS-Kinderdörfern in Liberia, Hochschulen für Lebensmitteltechnik im Senegal, Schulprojekte auf Madagaskar, Projektpartnerschaften mit Grundschulen in Afghanistan und und und … Und nicht nur der Blick auf Entwicklungsländer ist von dieser Annahme bestimmt: Tony Blair bestritt auf Basis dieser These seinen gesamten Wahlkampf für den Posten als britischer Premierminister. Auf dem Parteitag 1996 nannte er als Prioritäten nach einer möglichen Regierungsübernahme »Bildung, Bildung, Bildung«. Für sich genommen, klingt die These ja auch logisch. Ich stimme ihr trotzdem nicht zu. Warum nicht? Lassen Sie mich zuerst die Gegenthese aufstellen: »Eine prosperierende Wirtschaft erlaubt es der Gesellschaft, mehr Geld in Bildung zu investieren!« Schauen wir mal, ob sich für jede der beiden Thesen Beispiele finden lassen. Dazu bietet sich die Fragestellung an, was denn zuerst da war – ähnlich wie bei der Henne und dem Ei. Lässt sich als erstes eine blühende Wirtschaft nachweisen, oder herrschte …