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Ep. 45 Vorhersage -Die kindliche Naivität von Big Data-Jüngern

Episode 45 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«:     Was für ein Sauwetter in einer so wundervollen Stadt. Dabei haben sie doch sogar gestern noch trockenes Wetter angesagt und lockere Bewölkung. Wo ist das hier eine lockere Bewölkung? Mist! Aber ich hoffe ,dass die Wettervorhersagen bald besser werden. Die Aussicht dafür ist ja auch ganz gut, denn die ganzen Big Data-Granden und Vordenker suggerieren uns ja, dass wenn wir nur noch mehr Daten von der Vergangenheit hätten, ja dass wir dann auch noch deutlich besser die Zukunft voraus sagen könnten. Ich hoffe die Meteorologen, die Wetterleute sind die ersten die sich mit den ganzen neuen Methoden auch wirklich beschäftigen, das wäre wirklich großartig. Aber insgeheim befürchte ich, dass sie nur einen rigorosen Denkfehler aufliegen und die Meteorologen das schon lange wissen. Denn aus der Vergangenheit die Zukunft vorher zu sagen …hm… also Big Data beleuchtet die Vergangenheit. Daraus die Zukunft vorherzusagen, erscheint mir eher kindliche Naivität zu sein.  

Ep. 42 Demokratie im Unternehmen

Episode 42 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«: Derzeit wird ja wieder eine neue Organisationsdiskussion voller Inbrunst geführt, nämlich die, dass bzw. ob Unternehmen demokratisiert werden müssen. Nach meinem Dafürhalten vermischt sich da eine sehr moralische und eine zutiefst ideologische Überzeugung. Und die beiden treten dann gegen einander an. Die Moralisten argumentieren tendenziell so, dass es doch per se richtig sei — moralisch gefestigter und besser — wenn Mitarbeiter im Unternehmen intensiver beteiligt werden. Während die Ideologen meinen, das ginge halt gar nicht, sonst käme es ja nicht zu einer Entscheidung und die müsse nun schon mal von dem Chef getroffen werden. Ich halte beides für Unsinn. Also zum einem ist die Demokratie ja für einen ganz anderen Zweck geschaffen, bzw. hat sich eher für einen ganz anderen Zweck entwickelt. Nämlich für den der Verträglichkeit. Also in einer gesellschaftlichen Gruppe sich nicht die Köpfe einzuschlagen. Das ist letztlich die große Errungenschaft von Demokratie. Scheinbar gibt es derzeit nichts besseres auf der Welt. Aber daraus abzuleiten, dass sich automatisch dadurch auch die besten wirtschaftlichen Entscheidungen treffen ließen hat …