Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sozialsysteme

Ein Appell gegen Appelle

Ob in den klassischen Medien, den Social Media oder einfach in jedem zweiten Gespräch – von allen Seiten prasselt sie auf mich ein: die Alternative für Deutschland. Dabei scheint der Grundtonus in der Gesellschaft doch eigentlich schon seit Langem der zu sein, dass die AfD und ihre Aussagen möglichst wenig Aufmerksamkeit erfahren sollten. Was sehe ich stattdessen? Stetige Appelle, lautstarke Empörungen, Bashing, Gegenhass. Jetzt werde ich den Teufel tun, mich an dieser Stelle inhaltlich über die AfD zu äußern oder mich auch noch in diese Diskussion einzuklinken. Das überlasse ich gerne anderen. Was mich vielmehr interessiert, ist das gesellschaftliche Phänomen, das ich dahinter sehe und mich zu der Frage bringt: Wozu führen Appelle in der Kommunikation? Ein phänomenales Kuriositätenkabinett in zwei Akten Sei es der zwanzigste Bericht über Alice Weidels Talkshow-Flucht oder das dreimillionste Trump-Bashing – indem die breite Öffentlichkeit Personen oder Organisationen in Misskredit bringt und GEGEN sie appelliert, stellt sie sie regelmäßig in den Fokus. Von eigener Seite bedarf es so kaum noch weiterer PR-Arbeit. Dadurch arbeiten die Gegner streng genommen noch zu Gunsten …

Der Geist am Konferenztisch

Wenn Sie den Ursprung und die Ahnen des allgemeinen und vergleichsweise hohen Wohlstands in Deutschland kennen wollen, dann fahren Sie mal durch ein beliebiges Industriegebiet und lesen Sie, wer die Namensgeber der Straßen sind. Ich lese dort immer mit großem Respekt Namen wie Werner von Siemens, Robert Bosch, Ferdinand Porsche, Adam Opel, August Borsig, Alfred Krupp, Gottlieb Daimler, Fritz Henkel, Hugo Stinnes, August Thyssen, Franz Haniel, Carl Miele, Carl Benz, Rudolf Diesel, Ferdinand Graf von Zeppelin … Ich finde es nicht nur erforderlich, dass wir in Deutschland vor diesen unseren „Gründervätern“ Respekt und Andenken bewahren, sondern auch, dass wir versuchen, uns ein Stück weit in die Problematik des Systems „Familienunternehmen“ hineinzuversetzen und es zu verstehen. Ohne Familienunternehmen wäre Deutschland heute nämlich nur ein ziemlich unbedeutender Fleck auf der Landkarte. Verstehen? Ja, zum Beispiel die Sache mit der Verantwortung. Von wegen ›privilegiert‹! Viele der großen Erfinder und Industriellen der deutschen Industriegeschichte hinterließen ihren Nachkommen nicht nur große Vermögen, sondern zusammen mit den Fabriken, dem Privateigentum und den vielen Mitarbeitern auch große Verpflichtungen. Kapital und Verantwortung – …