Alle Artikel mit dem Schlagwort: Transparenz

Warum Sie keine Tickets kaufen müssen, um Theater dargeboten zu bekommen

Ja, Sie haben richtig gelesen, um ein Schauspiel zu beobachten, müssen Sie keine Karten kaufen. In Organisationen wird dies auch kostenlos gespielt. Geschönte Zahlen, geheuchelte Zustimmung, vertuschte Informationen und imposante Statussymbole inklusive. Leider handelt es sich dabei um eine sehr teure Form der Verschwendung, weil immer dann, wenn solch ein Theater gespielt wird, die wertschöpfende Arbeit im Unternehmen Pause hat. Das Verhalten und die Kommunikation gleichen einer Bühnenaufführung, weil ihr hauptsächlicher Zweck nur darin liegt, den formalen Strukturen der Organisation gerecht zu werden. Dafür wird ja gerne machthungrigen Managern die Schuld gegeben. So einfach ist das aber nicht. Denn ein kleiner Ausflug in die Systemtheorie zeigt, dass Organisationen nicht aus Menschen bestehen, sondern aus Kommunikation. Das mag erstmal befremdlich klingen, aber erinnern Sie sich an das legendäre WM-Halbfinalspiel 2014 zwischen Deutschland und Brasilien zurück. In den sieben ähnlichen Situationen, in denen Tore für Deutschland fielen, verhielten sich die deutschen Fans immer gleich – es wurde gejubelt! Und zwar unabhängig davon, welche Person in welcher Stadt auf welchem Stuhl saß. Dafür war keine vorherige Absprache notwendig, …

»Spinnen die – oder sind die genial?«

Es passiert gerade etwas Interessantes. Die großen Wirtschaftsmedien des Landes klopfen an unsere Tür. Und warum? Weil wir bei V&S unser Bonussystem und die Gehaltsverhandlung abgeschafft haben. Ich habe ja schon 1-2 mal kurz darüber geschrieben. Gehalt und Urlaub nach eigenem Ermessen – aber mit sozialer Kontrolle. Das sorgt offenbar für enorme Resonanz – und für ein sehr interessantes Feedback. Alles nur ein PR-Gag, fragen sich sogar manche Leser… Ich war kürzlich zum ersten Mal im Aufnahmestudio eines Radiosenders. »1live« hatte zum Interview gebeten. Thema: Wie läuft das mit dem V&S-Gehaltssystem? Spannende Sache. Reden bin ich ja gewohnt. Aber nicht, dass ohne ein freundliches Schlusswort die Leitung gekappt wird. Ende des Gesprächs. Aber so ist das, die Leitung war bis Punkt 16.00 Uhr gebucht, und dann ist eben Schicht. Sehr interessant am Schluss: Die Techniker hatten jede Menge Fragen: Man sucht sich sein Gehalt wirklich selbst aus? Echt? Ich: »Ja.« Das nutzt doch jeder aus. Ich: »Nein.« Das ist übrigens ein Einwand, der bei jedem Interview bisher zur Sprache kam – ob mit der Financial …