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Ep. 50 Das Schnittstellen Dilemma

Die Jubiläums-Episode 50 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«:

 

 

Schnittstellen in Organisationen nerven jeden, habe ich den Eindruck. Und jeder will es irgendwie lösen und arbeitet sich daran tagtäglich ab. Manche einfach nur, indem sie den Begriff ändern: von Schnittstelle in Nahtstelle. Aber das ändert natürlich gar nichts. Das Problem liegt eher darin, dass eine Organisation ja aus Kommunikation besteht. Und sich Kommunikation einfach immer nur fortsetzen möchte. Das ist die einzige Aufgabe die sie hat und vollkommen ohne moralische Zwänge.

Das heißt, wenn ich also ständig über Schnittstellen spreche oder gar einen internen Tag der offenen Tür ins Leben rufe, an dem ich möchte, dass die eine Abteilung mehr über die andere lernt, verhelfe ich dieser Art der Kommunikation sogar noch dazu, sich immer weiter fortzusetzen. Und die Gräben immer noch weiter auszuhöhlen. Ich mache es noch schlimmer.

Wenn ich wirklich was gegen die Probleme tun möchte, die ich glaube durch Schnittstellen verursacht zu haben, muss ich die Schnittstellen abschaffen. Also zum Beispiel Teams bilden, wirkliche Teams die interdisziplinär ein Marktproblem, ein Kundenproblem vollständig lösen. Und nicht durch verschiedene Abteilungen schicken. Also wenn wir wirklich was gegen Schnittstellen machen wollen hilft es nicht über Schnittstellen zu reden, sondern tatsächlich organisationell etwas dagegen zu tun.

 

Lesen Sie dazu auch meine Kolumne vom 11. November 2014:
Selbstorganisation statt Management


 

 

 

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