Führung, Mediathek, Video, Vollmers GedankenGänge
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Ep. 54 Führungskrise? Wohl kaum!

Die Episode 54 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«:

 

Ich habe jetzt gelesen, dass Führung in die Krise geraten sei. Nein, der Meinung kann ich mich nicht anschließen. Führung an sich ist nicht in die Krise geraten. Was in die Krise geraten ist, ist das Führungsverständnis. Das von der prinzipiellen Berechenbarkeit der Verhältnisse ausgeht. Und das Führungsverständnis das sich auf die Wirkung des eigenen Verhaltens vorbehaltlich verlassen konnte.

Führung ist nicht in die Krise geraten. Wir müssen viel mehr präzise unterscheiden zwischen zwei Arten von Führung, einmal der Führung durch formale Macht, die einer Führungskraft von seinem/ihrem Chef zugesprochen werden kann und von der Führung durch soziale Legitimation. Die mir nur durch diejenigen zugesprochen werden kann, die ich in einem Moment führe.

Und dann stellt man fest, dass Führung in jeder Gruppe zustande kommt. Und nur selten immer der selben Person zugesprochen wird. Führung mäandert quasi zwischen verschiedenen Personen eines sonst gleichwertigen Teams hin und her. Gerade das macht ja Selbstorganisation aus.

Also: Führung ist nicht in die Krise geraten. Wir brauchen Führung in der heutigen komplexen Wirtschaft mehr den je. Aber die institualisierte Kopplung der Rolle Führung an eine Position, an eine Stelle im Organigramm mit einer festen Kopplung zu der Person – diese Art der Führung ist zumeist wirkungslos geworden und fast immer zu teuer.

 

 

Lesen Sie dazu auch meine Kolumne vom 11. November 2014: Selbstorganisation statt Management


 

 

 

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