GEZ – Gegen Entwicklung Zahlen

Lars Vollmer

Wenn ein System, das mal die Lösung war, selbst zum Problem geworden ist, dann wird’s Zeit es zu ändern – der Schaden des öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsystems resultiert eben nicht aus schlechten Sendungen…

Schauen Sie hier die Episode 79 aus der Video-Kolumnenreihe »Vollmers GedankenGänge«

„Ich habe ja zu Beginn meines Studiums immer versucht, mich irgendwie um die GEZ-Gebühren herumzumogeln. Wir haben dann immer an der Tür gestanden, wenn irgendjemand geklingelt hat und haben versucht herauszufinden, ob das vielleicht der GEZ-Mann war, der irgendwie kontrollieren will, ob wir einen Fernseher bei uns haben. Das war so ein Akt des Widerstands damals.

Die Öffentlich-Rechtlichen waren eine großartige Idee, nach der Propaganda der Nazis für ein möglichst regierungsunabhängiges und vielfältiges Fernseh- und Rundfunkprogramm zu sorgen.’Wehret den Anfängen jeglicher totalitärer Tendenzen‘. Das war das Motto.

Doch heute sorgt gerade dieses System für die Unmündigkeit der Bürger. Denn durch den Zahlzwang unterstellt man ja dem Bürger: „Du bist zu blöd dazu, selber entscheiden zu können, was guter Rundfunk oder gutes Fernsehen ist.“ Aber hey, wir leben doch in einer pluralistischen Gesellschaft. Wer Dreck senden will heute, der sendet Dreck – über das Internet, auf alle mobilen Geräten und so weiter. Davor schützt uns doch der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht mehr. Nein, dieses Zwangssystem hat seinen Zweck völlig verloren, auch wenn die Sender im einzelnen noch hervorragendes Programm liefern. Ich bin mir sicher: ohne das alte System gäbe es viel mehr Schrott. Aber eben auch viel mehr Qualität. Es verhindert also Fortschritt. Das ist das, was mir an diesem paternalistischen System immer größere Sorgen bereitet.“

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