Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lernen

Möge die Macht mit Dir sein

Möge die Macht mit Dir sein

Schulen sind ja schon manchmal witzig. Neulich beim Elternabend erzählt die Lehrerin einem Raum voller Erwachsener, dass die Kinder als nächstes die Knochen der Frösche lernen werden. Soweit, so gut, denke ich mir. »Und welche Lernmethode soll damit vermittelt werden?« »Welche Lernmethode? Nee, nee, es geht um die Knochen vom Frosch. Die Kinder sollen wissen, wie das Skelett aussieht.« Oh, entschuldige, wie naiv von mir! Zu denken, dass da ein tieferer Sinn dahintersteckt, als etwas zu vermitteln, das die Kinder bei Bedarf im Internet nachlesen könnten … Reine Wissensvermittlung, ohne Mehrwert für das Leben. Wie sinnlos! Die Kinder werden es trotzdem lernen. Aber mit der Debatte über Lehrpläne und das Schulsystem möchte ich Sie verschonen. Es geht mir um etwas ganz anderes. Etwas, das sich auch in jedem Unternehmen wiederfindet: Und zwar Wissen und wie es weitergegeben wird! Wenn ein Vorarbeiter weiß, wie eine Maschine eingestellt werden muss, dann erklärt er es seinen Kollegen. Wenn die Marketingchefin weiß, in welchem Format der Pressetext an die Redaktion geschickt werden muss, dass sagt sie das ihrem jungen …

Ep. 43 Aus Fehlern kann man lernen? Irrtum!

Episode 43 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«: Ja das Leben ist grau. Es ist nicht schwarz, es ist nicht weiß, es ist eben beides. Und gerade deswegen müssen wir lernen, so klar zwischen weiß und schwarz zu unterscheiden. Deswegen reicht es nicht über einzelne Begriffe zu fabulieren, wir müssen den Unterschied herausstellen. Sonst ist jedes Gerede über grau nur Quacksalberei. Und grau ist dann auf einmal immer nur eine Abweichung von weiß oder von schwarz. Ein schönes Beispiel ist die Debatte, die ewige, um Fehlerkultur. Und wir müssten doch Fehler begrüßen, weil man doch aus Fehlern lernen könne. Das klappt nur, wenn man Fehler mit Irrtum verwechselt. Wenn man also schwarz und weiß gleich setzt. Mein Vorschlag wäre eher, lassen wir uns Fehler als das falsche Verhalten begreifen, obwohl ich weiß was richtig ist. Also z.B. bei Rot über die Ampel fahren. Und Irrtum als das,  was auf einer Annahme über die Welt beruht und die sich dann beim späteren Handeln als falsch herausstellt. Aus Irrtümern kann man hervorragend lernen. Aus Fehlern überhaupt nicht. Der einzige Weg …

Ep. 42 Demokratie im Unternehmen

Episode 42 der Video-Reihe »Vollmers GedankenGänge«: Derzeit wird ja wieder eine neue Organisationsdiskussion voller Inbrunst geführt, nämlich die, dass bzw. ob Unternehmen demokratisiert werden müssen. Nach meinem Dafürhalten vermischt sich da eine sehr moralische und eine zutiefst ideologische Überzeugung. Und die beiden treten dann gegen einander an. Die Moralisten argumentieren tendenziell so, dass es doch per se richtig sei — moralisch gefestigter und besser — wenn Mitarbeiter im Unternehmen intensiver beteiligt werden. Während die Ideologen meinen, das ginge halt gar nicht, sonst käme es ja nicht zu einer Entscheidung und die müsse nun schon mal von dem Chef getroffen werden. Ich halte beides für Unsinn. Also zum einem ist die Demokratie ja für einen ganz anderen Zweck geschaffen, bzw. hat sich eher für einen ganz anderen Zweck entwickelt. Nämlich für den der Verträglichkeit. Also in einer gesellschaftlichen Gruppe sich nicht die Köpfe einzuschlagen. Das ist letztlich die große Errungenschaft von Demokratie. Scheinbar gibt es derzeit nichts besseres auf der Welt. Aber daraus abzuleiten, dass sich automatisch dadurch auch die besten wirtschaftlichen Entscheidungen treffen ließen hat …